16. Oktober 2016

T-in die neue Woche

...eine weitere Action bei Nova .... wer mehr T wie Tore, Türen usw sehen möchte, HIER entlang.
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Am Rande der Innsbrucker Altstadt, zwischen Volkskunstmuseum und Kaiserlicher Hofburg, steht die berühmte Hofkirche. Kaiser Maximilian I. (1459 - 1519) Sie wurde in den Jahren 1553 bis 1563 als Aufstellungsort für das Grabmal Kaiser Maximilians I. erbaut.



(Bilder vom Volkskunstmuseum erspare ich euch, das wird zu umfangreich und für mich zu zeitaufwändig  und in der Hofburg war/ ist fotografieren verboten... nur wer sich dafür interessiert und Innsbruck einmal besucht, sollte das unbedingt gesehen haben...)
Wir müssen den Seiteneingang wählen, denn ohne Eintritt zu bezahlen kommt man nicht in die Hofkirche.


Die Hofkirche wird auch Franziskaner-Kirche oder Schwarzmander-Kirche (Schwarzmander = schwarze Männer) genannt. Warum sie auch Schwarzmander genannt wird , dass zeige ich euch jetzt)


28 überlebensgroße Bronzestatuen, die die Verwandtschaft Kaiser Maximilians und seine Vorbilder darstellen, flankieren das Hochgrab. 


Die TirolerInnen nennen die bronzenen Trauergästen des leeren Grabes „Schwarz-Mander-Kirche“ , obwohl sich auch Frauen in der Gefolgschaft befinden.


Die Errichtung von Maximilian I. Grabmal zog sich fast 80 Jahre hin und beschäftigte noch seine Enkel. Die Idee zu einem prunkvollen Grabmonument stammte von Kaiser Maximilian I. selbst, mithilfe humanistischer Gelehrter wurde ein Entwurf erarbeitet: Der Kaiser kniet auf einem Hochgrab, an den Seiten des Sarkophags befinden sich auf Marmorreliefs Schilderungen seiner Taten. Das Grabmal sollte von 40 Bronzestandbildern seiner (tatsächlichen und ersehnten) Ahnen, Vorgänger und Vorbilder, wie König Artus und Dietrich von Bern.

450 Jahre alte Elbert-Orgel

Der Entwurf stellt eine Verbindung von antikem Grabmal und mittelalterlicher Begräbnisprozession dar und ist symptomatisch für Maximilians Kunstauffassung, die eine Wiederbelebung der Antike genauso anstrebte wie sie mittelalterlichen Traditionen verbunden war. Die Anlage sollte der Verherrlichung der Habsburger dienen, die Kaiserwürde durch den Bezug auf römische Imperatoren und deren Grabstätten legitimieren; die Figuren, etwa das Standbild Karls des Kühnen, verwiesen auf ritterliche Ahnen des Kaisers. Entwurf und Guss stammten von Innsbrucker Künstlern, doch auch Peter Vischer der Ältere, der in Nürnberg eine berühmte Werkstatt für Bronzeguss leitete, war beteiligt.

Das Grabmonument blieb wie viele der von Maximilian I. initiierten Denkmäler unvollendet. Geldmangel und die ständigen Reisen des Kaisers verhinderten eine Fertigstellung. Zwei der Figuren wurden sogar vom Bischof von Augsburg gepfändet und erst 1580 ausgelöst. Bleibende Beispiele von Maximilians Kunstförderung finden sich nur in Druckwerken.


Das Vorhaben wurde schließlich von Maximilians Enkel Ferdinand I. fortgeführt: Nur elf der 40 geplanten überlebensgroßen Standbilder – jedes einzelne ca. 2,40 Meter groß – waren zum Zeitpunkt von Maximilians Tod fertiggestellt. Heute existieren 28 „schwarze Mander“. Ferdinand I. bestimmte Innsbruck als Standort, während sein Großvater in Wiener Neustadt begraben ist. Die Innsbrucker Hofkirche wurde extra gebaut, um dieses Grabmal aufzunehmen. Auch das Grabmal des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer befindet sich hier, in der an die Hofkirche angeschlossenen Silbernen Kapelle jenes des Erzherzogs Ferdinand von Tirol und seiner bürgerlichen Gemahlin Philippine Welser.


100 kleineren Bronzestatuen der Heiligen des Hauses Habsburg und das Lettner-Kruzifix 


Die Hofkirche ist Zeugnis einer weit über den deutschen Sprachraum hinausgehenden europäischen Hofkunst, für die Maximilian I. und Ferdinand I. die besten Künstler ihrer Zeit wie Albrecht Dürer, Peter Vischer d. Ä., Alexander Colin u. a. beschäftigten. Die von den Habsburgern geprägte Hofkunst in Innsbruck ist international, jedoch auch lokalen Traditionen verbunden. 


Kaum eine andere Herrschergestalt ist im Gedächtnis der Bevölkerung so lebendig geblieben wie Maximilian I. (1459-1519). Mit seinem Namen verbindet sich die zentrale Stellung Innsbrucks in Europa zu jener Zeit.

Bilder sind mein Eigentum!!!!


Kommentare:

  1. Also wenn man da nicht gerne Eintritt bezahlt weiß ich es auch nicht....angefangen von der Tür die mit ihrer schönen Eleganz, schlicht gestaltet absolut nicht vermuten lässt was sich dahinter verbirgt. Das ist ja wohl der absolute Wahnsinn^^ Sowas habe ich noch nie gesehen und ich bin voll begeistert. Wie irre ist das...ich bin wirklich "sprachlos" begeistert, und ich bin so froh dich für das T mit begeistern zu können. Es ist einfach toll zu sehen was es doch alles gibt. Danke dir vielmals dafür, auch wieder für die viele Info dazu. Mir hast du damit eine riesige Freude gemacht.

    Herzlichste Sonntagsgrüsse

    N☼va♥

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  2. Gm liebe Nova,dankeschön für deine herzlichen Worte... natürlich war mir der Begriff" schwarz-mander Kirche als Österreicherin nicht unbekannt,nur es Life vor Ort zu sehen ist halt eine ganz andere Nummer...
    Ich nehme sehr gerne Teil an deinen Projekten weil man zum einen schönes u informatives zu sehen bekommt und zum anderen auch selbst das ein und andere zeigen kann...von daher bis zum nächsten Mal :)

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  3. Liebe Anna
    Danke, dass du dir die Mühe machst und alles so
    anschaulich zeigst, vor allem die geschichtlichen
    Hintergründe darlegst, es ist schon sehr spannend und
    du verstehst es so zu schreiben, dass es interessant ist und
    man den Text nicht nur so überfliegt.
    Ich wünsche dir einen sonnigen, fröhlichen Tag.
    Lg Sadie

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    1. Liebe Sadie Dankeschön für deine netten Worte,dass sind mir die Liebsten die sich Zeit nehmen u net nur alles überfliegen...

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  4. Servus Anna,
    ein großes "Kleinod", die "Schwarz-Manda-Kirche" !!! Vor vielen Jahren habe ich sie mir auch schon angesehen und freue mich, dass wir heute wieder zu einer Besichtigung eingeladen sind.
    Der Seiteneingang ist sehr schön, aber ich geh doch zur Kassa und berapp schön brav ;-))
    Einen schönen Sonntag,
    Luis

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  5. Ohne zu bezahlen kommt man so u so nicht rein,von daher ist der Haupteingang auch verschlossen:)

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  6. Richtig toll sieht es dort aus- die Bronze Statuen gefallen mir besonders gut

    lg und einen schönen Sonntag
    wünscht gabi

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  7. Liebe Anna,

    mit Deinen wunderbaren Aufnahmen von dieser Kirche machst Du mir eine ganz besondere Freude. Da wir über viele Jahre in der Nähe von Seefeld Urlaub gemacht haben, sind wir auch oft mit der Bahn nach Innsbruck gefahren. Dabei haben wir auch einmal diese Kirche besucht. Es war einfach überwältigend.

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  8. Eine beeindruckende Kirche und die Tür fast unscheinbar!
    Toller Bericht von dieser Kirche!

    Liebe Grüße :-)

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  9. Fantastisch, liebe Anna,
    vielen lieben Dank fürs Mitnehmen in diese beeindruckende Kirche.
    Angenehmen Sonntag
    moni

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  10. WOW! Ich bin sprachlos....wunderbar!!

    einen schönen und sonnigen Sonntag so wie hier wünscht
    Martina

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  11. Liebe AnnA, das ist ein besonders schöner und informativer Beitrag - ich freue mich riesig. Als ich das letzte Mal in dieser Kirche war, konnte man noch gratis hineingehen !!! ;-)
    Aber, man muss bei viel weniger schönen Museen etc. Eintritt zahlen, warum nicht hier auch.
    Ja, diese Kirche ist etwas ganz besonderes und für die Tiroler prägend.
    Deine Bilder sind SPITZE.

    Liebe Grüße und einen schönen Wochenbeginn
    Elisabetta

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  12. Du zeigst nicht nur eien Tür , sondern auch eien interessante Geschichte über die Bronzefiguren oder Schwarzmänner.
    Danke dafür, herzlich Klärchen

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  13. Liebe AnnA,

    ein wirklich sehr schöner und sehr interessanter Post. Angefangen von der beeindruckenden Seitentür bis hin zu den faszinierenden Bronzefiguren. Eine ganz besondere Kirche die Du uns da vorgestellt hast.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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Ich freue mich sehr über jeden einzelnen Kommentar und möchte mich dafür ganz lieb bei Euch bedanken !
Je nachdem wie es meine freie Zeit zulässt versuche ich alle Kommentare hier zu beantworten, doch bitte habt Verständnis wenn ich das einmal nicht tue oder ich einmal etwas übersehen habe.

Schön so viele nette Leser zu haben.

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